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Satzung

Satzung der St. Johannes Schützenbruderschaft 1653 e.V. Salzkotten

Fassung vom 04.April 2011


§ 1 Sitz und Name

Die durch Schützenordnung vom 20. April 1653 gegründete St. Johannes - Schützenbruderschaft Salzkotten ist eine freie Vereinigung der Bürger Salzkottens, die das Ideal der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften vertritt. Sie hat ihren Sitz in Salzkotten, ist unter der Nr. 734 in das Vereinsregister beim Amtsgericht Paderborn eingetragen und führt den Namen:
St. Johannes Schützenbruderschaft 1653 e.V. Salzkotten


§ 2 Zweck und Aufgaben

Die Schützenbruderschaft erstrebt unter den Schützenbrüdern und Bürgern der Stadt die Pflege christlicher Lebensgrundsätze, christlicher Liebe und christlicher Sitte. Sie fördert durch Liebe und Treue zur Heimat und zum Vaterland unter den Schützenbrüdern ein inniges Zusammenleben der Salzkottener Bürgerschaft. Sie macht es zu ihrer Aufgabe, altes vaterländisches und westfälisches Brauchtum zu pflegen und zu erhalten.


§ 3 Mitgliedschaft

Mitglied können unbescholtene männliche Bürger werden.
Mitglieder können auch juristische Personen werden. Wer der Bruderschaft beitreten will, hat sich schriftlich beim Rechnungs- oder Schriftführer zu melden unter der Angabe des Geburtsjahres und der genauen Anschrift. Über die Aufnahme entscheidet der geschäftsführende Vorstand mit einfacher Stimmenmehrheit. Die Schützenbruderschaft ist Gründungsmitglied in dem Verein zur Förderung des Baues und der Unterhaltung des Altenwohnheimes e.V., Salzkotten, dem Hallenbauverein Salzkotten e.V., Salzkotten und dem Verein Sportschützen St. Johannes 1976 e.V. Die St. Johannes Schützenbruderschaft ist den vorgenannten Vereinen historisch gewachsen verpflichtet und wird die Vereine im Sinne von §2 der Satzung unterstützen. Die St. Johannes Schützenbruderschaft kann die Mitgliedschaft in diesen Verein en nur mit Zustimmung des Vorstandes und Beschluss der Mitgliederversammlung mit 2/3 Mehrheit beenden.
Weitere Einzelheiten regelt die Geschäftsordnung.


§ 4 Beitrag

Es werden folgende Beiträge erhoben:

  1. Mitgliederbeiträge
  2. Freibierbeiträge
  3. Ordensbeiträge
  4. Vogelbeitrag
  5. Offiziersbeitrag

Die Höhe der einzelnen Beiträge wird vom Vorstand im Sinne des § 10a, b und c festgesetzt.


§ 5 Veranstaltungen

Beteiligung der Schützenbruderschaft an Veranstaltungen.

  1. Kirchliche Veranstaltungen:
    Sie stellt ein Ehrengeleit bei der Fronleichnamsprozession. Sie beteiligt sich bei Empfängen hoher kirchlicher Würdenträger und bei sonstigen kirchlichen Veranstaltungen. Sie beteiligt sich am Festhochamt anlässlich des jährlichen Schützenfestes.
  2. Sonstige Veranstaltungen
    Die Schützenbruderschaft feiert einmal im Jahr ein einfaches gemütliches Volksfest, das Schützenfest. Sie beteiligt sich am Kreisschützenfest und am Herbstball des Kreisschützenbundes Büren. Sie beteiligt sich an Festen der Nachbarvereine aus Anlass von Jubiläen. Sie beteiligt sich an den Festen und Veranstaltungen des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften, soweit eine Teilnahme möglich ist (Bundesköniginnentag, Bundeskönigsschießen, Bezirksschießen, Bezirksverbandstag, Diözesan -und Bundesjungschützentag).

§ 6 Schießsport

  1. Die Schützenbrüder pflegen zur Freude und Erholung den Schießsport, der in den Historischen Deutschen Schützenbruderschaften seit Jahrhunderten gepflegt wird. Das sportliche Schiessen nach den Bestimmungen des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften pflegt darüber hinausgehend der Verein Sportschützen St. Johannes Salzkotten 1976 e.V.
  2. Die St. Johannes Schützenbruderschaft pflegt das Vogelschießen, das zum Schützenfest gehört.
  3. Zum Vogelschießen können nur Schützenbrüder zugelassen werden, die mit ausmarschiert sind und das 18. Lebensjahr vollendet haben. Die Reihenfolge und Anzahl der Ehrenschüsse regelt der geschäftsführende Vorstand (§10 a).
  4. Die Schützenbrüder schießen in der durch das Los bestimmten Reihenfolge.
  5. Der Schützenbruder, der die Krone abschießt, ist Kronprinz. Der Schützenbruder, der den Apfel abschießt, ist Apfelprinz. Der Schützenbruder, der das Zepter abschießt, ist Zepterprinz. Wer den letzten Rest des Vogels abschießt, ist Schützenkönig. Schützenbrüder, die schon einmal König waren, werden nicht mehr zum Schießen auf den Vogel zugelassen, wenn die Möglichkeit besteht, den letzten Rest des Vogels mit einem Schuss abzuschießen.
  6. Die Proklamation des Königs erfolgt im Anschluss an den Königsschuß.
  7. Er wird mit den Insignien der Königswürde ausgezeichnet und es wird ihm ein Hoch dargebracht.
  8. Der König wählt die Königin. Ihr wird die Wahl durch die zwei berittenen Adjutanten mitgeteilt.
  9. Sobald die Königin die Wahl angenommen hat, begleiten die Königsadjutanten und der Hauptmann der Kompanie den König zur Königin.
  10. König und Königin wählen ihren Hofstaat. Die Zahl der Hofdamen soll 12 nicht überschreiten.
  11. Der König ist für die Dauer seines Amtsjahres vom Mitgliedsbeitrag befreit.
  12. Für die Jungschützen wird anlässlich des Schützenfestes ein Vogelschiessen durchgeführt. Jungschützen (bis zum vollendeten 24. Lebensjahr) sind schießberechtigt, wenn sie mit ausmarschiert sind und das 16. Lebensjahr vollendet haben.
    Einzelheiten regelt die Geschäftsordnung.
  13. Jährlich findet ein Prinzenschiessen der Jungschützen statt. Schieß berechtigt sind Jungschützen vom 12. bis zum 15. Lebensjahr.

Einzelheiten regelt die Geschäftsordnung.


§ 7 Kosten am Königstisch

Die Kosten am Königstisch trägt das Königspaar. Es bleibt dem Königspaar überlassen, die Mitglieder des Hofstaates an den Kosten zu beteiligen. Die Schützenkasse gibt eine Beihilfe, deren Höhe vom Vorstand festgelegt wird.


§ 8 Schützenkleidung und Auszeichnungen

1. Die Schützenkleidung ist folgende:

Offiziere

  • Schützenmütze mit Eichenlaub,
  • Frack
  • weiße Hose
  • weiße Fliege
  • weiße Handschuhe
  • grünweiße Schärpe
  • Degen.

Feldwebel

  • Schützenmütze mit Eichenlaub
  • schwarze Jacke
  • weiße Hose
  • weiße Fliege
  • weiße Handschuhe
  • grünweiße Armbinde
  • Degen.

Alle übrigen Schützen

  • Schützenmütze mit Eichenlaub
  • schwarze Jacke
  • weiße Hose
  • weißeFliege
  • Holzgewehr

2. Auszeichnungen:

Schützen, die sich besonders verdient gemacht haben, werden mit Orden ausgezeichnet. Die Kompanien sind berechtigt, verdiente Schützenbrüder mit einer Kompaniemedaille auszuzeichnen.
Alle Mitglieder, die 25 Jahre, 40 Jahre, 50 Jahre, 60 Jahre usw. in der Bruderschaft sind, erhalten ein Erinnerungsabzeichen für langjährige Mitgliedschaft.
Einzelheiten regelt die Geschäftsordnung.


§ 9 Kompanien

Die Schützenbruderschaft ist in Kompanien eingeteilt. Die Kompaniebezirke ergeben sich aus der Ortskarte.
Die Kompanieoffiziere brauchen nicht in ihren Kompaniebezirken zu wohnen.
Einzelheiten regelt die Geschäftsordnung.


§ 10 Vorstand

Der Vorstand setzt sich zusammen aus:

§10a)

dem geschäftsführenden Vorstand, bestehend aus:
dem Brudermeister
der Schützenoberst
der Schützenmajor
dem Rechnungsführer
dem Schriftführer.
Der geschäftsführende Vorstand führt die Geschäfte im Sinne von §26 BGB. Die St. Johannes Schützenbruderschaft wird gem. § 26 BGB gerichtlich und außergerichtlich durch zwei der vorgenannten Vorstandsmitglieder vertreten, darunter der Brudermeister oder der Rechnungsführer. Im Verhinderungsfall vertritt der Rechnungsführer den Brudermeister und der Schützenmajor den Schützenoberst.

§10b)

dem erweiterten geschäftsführenden Vorstand, bestehend aus:
dem Präses und seinem Stellvertreter (werden berufen)
dem jeweiligen Schützenkönig
dem jeweiligen Jungschützenkönig
dem Hauptmann der 1. Kompanie
dem Hauptmann der 2. Kompanie
dem Hauptmann der 3. Kompanie
dem Hauptmann der 4. Kompanie
dem Platzkommandanten
dem Schießmeister
dem Hallenwart
dem Pressewart
dem Jungschützenmeister
dem Vorsitzenden des Vereins Sportschützen St. Johannes 1976 (berufen)
dem Vorsitzenden des Hallenbauvereins Salzkotten e.V. (berufen)
dem Vorsitzenden des Vereins zur Förderung des Baues und der Unterhaltung des Altenwohnheimes e.V. (berufen).
Der geschäftsführende und erweiterte geschäftsführende Vorstand (a und b) erlassen eine Geschäftsordnung.

§10c)

den aktiven Stabs- und aktiven Offizieren, bestehend aus:

§10c1.

den aktiven Stabsoffizieren
dem Stadtkommandanten
dem Auditeur
den aktiven Stabsärzten, Zahnärzten, Veterinären und Apothekern
dem stellvertretenden Stadtkommandanten
dem stellvertretenden Rechnungsführer
dem stellvertretenden Schriftführer
dem stellvertretenden Hallenwart
dem stellvertretenden Platzkommandant
dem stellvertretenden Schießmeister
dem stellvertretenden Jungschützenmeister
dem persönlichen Adjutanten des Brudermeisters
dem persönlichen Adjutanten des Schützenoberst
dem persönlichen Adjutanten des Schützenmajors
den 2 Königsadjutanten
den 2 Königinnenadjutanten.

§10c2.

den aktiven Offizieren
den Oberleutnanten der Kompanien
den Fähnrichen der Kompanien
den Fahnenoffizieren der Kompanien
den je 4 Leutnanten der Kompanien
den je 2 Feldwebeln der Kompanien.

 

Als beratende Mitglieder, die gemäß § 13 dieser Satzung nicht stimmberechtigt sind, gehören dem Vorstand des Weiteren an:

§10d)

je 20 beratende Mitglieder für jeden Kompaniebereich und

§10e)

die Offiziere und Mitglieder, die sich um die Schützenbruderschaft besondere Verdienste erworben haben, bzw. vom aktiven Dienst befreit sind.
Die Einzelheiten regelt die Geschäftsordnung.

 

Die Beschlüsse werden mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst, sofern nicht für einzelne Fälle ausdrücklich etwas anderes bestimmt ist. Ist Beschlussunfähigkeit gegeben, so wird eine neue Sitzung mit gleichen Tagesordnungspunkten anberaumt, in der ohne Rücksicht auf die Zahl der Mitglieder Beschlüsse gefasst werden können. Der Schützenoberst ist berechtigt, in Abstimmung mit dem geschäftsführenden Vorstand Schützen zu Offizieren bzw. Feldwebeln zu ernennen.


§ 11 Mitgliederversammlungen

  1. Jährlich findet am Mittwoch vor dem Schützenfest eine Mitgliederversammlung statt. Der geschäftsführende Vorstand gibt einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse im abgelaufenen Jahr.
  2. Erstmals 1993, sodann jedes dritte Jahr finden in einer Mitgliederversammlung im Monat Mai die Neuwahlen des Vorstandes (§10 a,b,c) statt, wobei die Gewählten ihre Ämter am 01.07. des gleichen Jahres antreten. Werden für jeden Kompaniebezirk 20 beratende Mitglieder (§ 10d) auf Vorschlag der Kompanien gewählt. 50 % der beratenden Mitglieder sollen möglichst jünger als 35 Jahre sein.
  3. In dieser alle 3 Jahre stattfindenden Mitgliederversammlung berichtet der Brudermeister über die abgelaufenen 3 Jahre und gibt einen Überblick über die Vermögenslage der Schützenbruderschaft.
  4. Der Brudermeister hat die Mitgliederversammlung einzuberufen, wenn ein Drittel der Mitglieder es verlangt.
  5. Die Einladungen zu den Mitgliederversammlungen erfolgen schriftlich. Zu den außerordentlichen Mitgliederversammlungen wird schriftlich eingeladen. Anträge an die Mitgliederversammlung sind spätestens 3 Tage vorher schriftlich beim Schriftführer einzureichen. Zur Stellung von Anträgen ist jedes Mitglied der Bruderschaft berechtigt. Beschlüsse erfolgen durch einfache Mehrheit der Stimmen.
  6. Über den Verlauf jeder Vorstandssitzung und Mitgliederversammlung ist eine Niederschrift zu fertigen, in der insbesondere die gefassten Beschlüsse festzuhalten sind. Die Niederschrift ist vom Brudermeister und dem Schriftführer oder deren Stellvertreter zu unterzeichnen.

§ 12 Austritt

Der Austritt aus der Bruderschaft bedarf der Mitteilung an den geschäftsführenden Vorstand. Der beabsichtige Austritt ist dem Schriftführer schriftlich anzuzeigen. Aus wichtigen Gründen kann ein Mitglied aus der Bruderschaft ausgeschlossen werden. Hierzu ist ein Beschluss mit Stimmenmehrheit des geschäftsführenden Vorstandes (§10 a) erforderlich. Die Mitgliedschaft erlischt mit dem Tode.


§ 13 Auflösung

Die Auflösung der Schützenbruderschaft kann nur erfolgen, wenn der Vorstand (§10 a, b, c) diese in zwei aufeinander folgenden Vorstandssitzungen mit 2/3 Mehrheit des Vorstandes beschließt und die Mitgliederversammlung diesen Beschluss mit 2/3 Mehrheit bestätigt.


§ 14 Satzungsänderungen

Diese Satzung kann durch Beschluss des gemäß § 10 anwesenden beschlussfähigen Vorstandes mit 2/3 Mehrheit geändert werden.


§ 15 Salvatorische Klausel / Inkrafttreten

Sollte eine der vorgenannten Regelungen unwirksam sein oder werden, gelten die verbleibenden wirksamen Bestimmungen fort. Die unwirksame Regelung wird im Sinne der Zielsetzung der St. Johannes Schützenbruderschaft durch die gesetzliche Regelung und die jeweils gültige Rechtsprechung ersetzt.

Salzkotten, den 4. April 2011

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